Veröffentlicht 19.5.2026

(Zu dem Vorfall gibt es eine vorangegangene Pressemitteilung vom 18.5.2026: Pressemitteilung: Antisemitismus auf Bamberger Kontakt – Kulturfestival)

Pressemitteilung

Die DIG Würzburg begrüßt die Absage der Veranstaltung der „Students for Palestine Würzburg “ durch das Bamberger „Kontakt – Kulturfestival“.

Dies ist jedoch nicht ausreichend: Der Auftritt der Künstlerin „Sorah“ steht – trotz der dokumentierten Vorwürfe – weiter im Festival-Programm. Ihre Auftritte auf israelfeindlichen und terrorverherrlichenden Kundgebungen sowie ihre antisemitischen Songinhalte sind weder mit einer vielfältigen Kulturveranstaltung noch mit dem Code Of Conduct des Festivals vereinbar.

Vor dem Hintergrund der bundesweiten Eskalation antisemitischer Vorfälle trägt das uneinsichtige Verhalten des Festivalveranstalters so zur weiteren Normalisierung von teilweise gewaltbereitem Antisemitismus bei. Es verstärkt bereits massive Bedrohungsgefühle innerhalb der jüdischen Community und sendet ein fatales Signal gesellschaftlicher Akzeptanz solcher Ideologien.

Für die Brisanz der Lage spricht auch, dass sich neben der DIG Bamberg auch die Liberale Jüdische Gemeinde Bamberg der dringlichen Forderungen nach einer Absage des Auftritts angeschlossen hat.

Nach Kenntnis der DIG Würzburg sitzen zudem mehrere Mitglieder der der antisemitischen BDS-Kampagne nahestehenden Gruppe „Bamberg for Palestine“ im Organisationsteam (!) des Festivals. Sollte dies zutreffen, wäre es skandalös: Denn gleichzeitig bedrängt und hetzt dieselbe Gruppe nun massiv gegen Sponsor:innen, die öffentlich Haltung gegen Antisemitismus gezeigt haben.

Was es nun dringend braucht ist eine nachhaltige, transparente und konsequente Aufarbeitung der Vorfälle durch den Veranstalter, begleitet von einer externen Beratungsstelle gegen Antisemitismus.